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Rundaugen-Mohrenfalter (Erebia medusa)

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Rundaugen-Mohrenfalter (Erebia medusa)

Die Rundaugen-Mohrenfalter (auch Früher Mohrenfalter genannt) erreichen eine Flügelspannweite von 32 bis 40 Millimetern. Sie haben dunkelbraune Flügeloberseiten bei der auf jedem Flügel drei bis fünf gelbe, unterschiedlich große Augenflecken mit schwarzem und darin weißem Kern zu finden sind. Die Augenflecke sind voneinander getrennt, liegen aber teilweise sehr nahe beieinander. Die Flügelunterseite ist gleich wie die Oberseite gefärbt. Die Augenflecke sind in ihrer Erscheinung und Anzahl sehr variabel. Falter die in höheren Lagen leben haben bei ihnen meist deutlich schmälere gelbe Umrandungen.

Die Raupen werden ca. 20 Millimeter lang. Sie sind hellbeige oder hellgrün gefärbt und haben eine dunkle, an den Seiten weißliche Rückenlinie. Auf den Seiten der Tiere kann man mehrere sehr feine, dunkle Längsstriche erkennen.

Verbreitung

Verbreitung Erebia medusa

Die Art ist in Mittel- und Süddeutschland in höheren Lagen noch regelmäßig, aber nicht häufig anzutreffen. Im Norddeutschen Tiefland jedoch selten oder ganz fehlend.

© Die Verbreitungskarte wurden im Rahmen des LepiDiv-Projektes erstellt und von der Gesellschaft für Schmetterlingsschutz zur Verfügung gestellt.


Ökologie

Die Falter leben besonders an sonnigen Waldrändern, -lichtungen und -wiesen, auf verbuschtem Trockenrasen, auf Berg- und Streuwiesen aber auch in Randbereichen von Mooren und auf feuchten Wiesen. Man findet sie bis in eine Höhe von 2.300 Metern

Die Falter fliegen von Mitte Mai bis Mitte Juli in einer Generation. Die Art ist damit mit Abstand der erste mitteleuropäische Mohrenfalter, der im Jahr auftritt. In höheren Lagen treten sie ab Mitte Juni auf.

Die Raupen findet man von Juli bis April. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln oder in kleinen Gruppen an Grashalmen ab. Die Raupen ernähren sich von den Blättern von Aufrechter Trespe (Bromus erectus), Fieder-Zwenke (Brachypodium pinnatum), Echtem Schaf-Schwingel (Festuca ovina) und anderen Gräsern. Die Raupen überwintern fast völlig ausgewachsen und verpuppen sich erst im nächsten Frühjahr in locker versponnenen Grashalmen am Boden in einer Puppenkammer. Darin steht die hell-beige farbene, auf den Flügelanlagen und den Hinterleibssegmenten schwarz gestreifte Puppe aufrecht. Manchmal kommt es vor, dass die Raupe zweimal überwintert, bevor sie sich verpuppt. Die Falter findet man häufig auf Blüten von Disteln und Dost sitzend.

Insgesamt ist über die Nahrung des Falters und der Raupen noch relativ wenig bekannt.

Gefährdung

Der Rundaugen-Mohrenfalter ist nicht sehr häufig und wird auf der Vorwarnliste der gefährdeten Tagfalter geführt.

Lebensraum

In nährstoffarmen Lebensräumen, auf Halbmagerrasen in Waldnähe, Streuweisen, Bergwiesen, sowie auf Waldlichtungen(wiesen) und Trockenhängen.

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Kenndaten

Ordnung Lepidoptera
Familie Nymphalidae
Art Rundaugen-Mohrenfalter
Wiss. Erebia medusa
Autor ([Dennis & Schiffermüller], 1775)
Rote Liste D V
Häufigkeit selten
Spannweite 3.2 - 4 cm
Fauna heimisch

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Tagfalter in Deutschland


Online: https://www.deutschlands-natur.de/tierarten/tagfalter/rundaugen-mohrenfalter/
Datum: 18.07.2018
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