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Totenkopfschwebfliege (Myathropa florea)

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Totenkopfschwebfliege (Myathropa florea)

Die Totenkopfschwebfliegen sind vergleichsweise leicht zu erkennen: Sie erreichen eine Körperlänge von 12 bis 14 Millimetern. Ihr Gesicht trägt eine schwarze Mittelstrieme, die Fühler sind schwarz. Die Weibchen haben eine schwarze Stirn, wobei die Seiten gelb bestäubt sind.

Auf dem Mesonotum findet sich eine gelb-schwarze Musterung, die Ähnlichkeit mit einem Totenkopf hat und die Art unverwechselbar macht. Dieser Zeichnung verdankt die Art ihren deutschen Namen. Der Hinterleib ist schwarz und trägt an den Seiten der Segmente große gelbe Flecken. Die Flügel sind leicht braun getönt. Die Beine sind gelb und schwarz gezeichnet, die Tarsen sind überwiegend schwarz.

Verbreitung

Die Totenkopfschwebfliege ist in Deutschland überall anzutreffen und zählt zu den häufigsten Schwebfliegenarten.

Ökologie

Die Imagines sind Blütenbesucher und fliegen verschiedene Blüten, wie etwa die von Hartriegel, Holunder, Zypressen-Wolfsmilch und Doldenblütler wie Giersch oder Bärenklau an. Vor allem an Orten mit größeren Beständen von Blüten oder an blühenden Sträuchern sind die Fliegen sehr unruhig und setzen sich nur kurz ab. Sie fliegen laut summend und unruhig, weswegen sie andere Insekten aufschrecken. Männchen verfolgen die Weibchen häufig über lange Strecken.

Die Larven entwickeln sich in schlammigem Wasser und Pfützen. Die Überwinterung findet normalerweise als Ei statt, es gibt jedoch auch Altlarven, die versuchen zu überwintern. Ob dies jedoch erfolgreich sein kann, ist nicht bekannt.

Die Art steigt im Bergland bis in Höhen von etwa 1200 Meter. Die Flugzeit ist von April bis September, wobei das Maximum im Mai/Juni liegt.

Gefährdung

Die Art ist nicht gefährdet.

Lebensraum

Vor allem in Wäldern, aber auch auf Halbtrockenrasen und in Gärten.

Lebensräume in denen die Art vorkommt

Typische Lebensräume

Bauerngärten
Bauerngärten

Ort der Entspannung und Spender wertvoller Lebensmittel

Borstgrasrasen
Borstgrasrasen

2Ebenso karge, wie artenreiche Viehweiden der Mittelgebirge

Feuchte Hochstaudenfluren an Gewässerufern und Waldrändern
Feuchte Hochstaudenfluren an Gewässerufern und Waldrändern

Ein buntes Blütenmeer entlang von Flüssen und Waldrändern

Fichtenwälder der hohen Mittelgebirge und Alpen
Fichtenwälder der hohen Mittelgebirge und Alpen

Alte Fichten trotzen in den hohen Lagen Wind und Schnee

Gebüsche aus Latschenkiefer und Alpenrose
Gebüsche aus Latschenkiefer und Alpenrose

Latschenkiefern und Alpenrosen oberhalb der Baumgrenze

Hainsternmieren-Erlen-Auwälder
Hainsternmieren-Erlen-Auwälder

Der Wald im Hochwasserbereich von Bächen und Flüssen

Hartholzauewälder
Hartholzauewälder

Baumriesen und Lianen in artenreichen Auwäldern

Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald
Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald

Der artenreiche Mischwald an wärmebegünstigten Standorten

Magerrasen auf basischem Untergrund
Magerrasen auf basischem Untergrund

Orchideenvielfalt in wärmebegünstigten Lagen von Kalkgebieten

Natürlicher artenreicher Heckenzug
Natürlicher artenreicher Heckenzug

Linienförmige Lebensadern in der Agrarlandschaft

Niederwälder
Niederwälder

Kultur-Wald, der durch traditionelle Brennholzgewinnung entstanden ist

Orchideen-Buchenwald
Orchideen-Buchenwald

Blühende Orchideen (Rotes Waldvögelein) im Schutz von alten Buchen

Ruderalflächen / Kulturbrachen
Ruderalflächen / Kulturbrachen

Der unbeachtete Kleinbiotop in Städten und Dörfern

Schneeheide-Kiefernwald
Schneeheide-Kiefernwald

Artenreiche Kiefernwälder auf basischen Schottern

Streuobstwiesen
Streuobstwiesen

Wertvoller Lebensraum und Obstlieferant zugleich

Wacholderheiden
Wacholderheiden

Wacholderheiden als Relikt traditioneller Weidenutzung

Waldmeister-Buchenwald
Waldmeister-Buchenwald

Geophytenreiche Buchenwälder, die auf basischen Böden wachsen

Weiden Auwälder
Weiden Auwälder

Die Weichholzaue am Unterlauf der Flüsse



Weitere Lebensräume

Alpiner Lärchen- und Arvenwald
Alpiner Lärchen- und Arvenwald

5Uriger Märchenwald in steilen Lagen der Alpen

Alpines und subalpines Grasland auf basischem Gestein
Alpines und subalpines Grasland auf basischem Gestein

5Blütenreicher Rasen in den Gipfelregionen der Alpen

Berg-Mähwiesen
Berg-Mähwiesen

Bunte Blumenwiesen in hohen Lagen der Mittelgebirge und Alpen

Extensive Feuchtwiese
Extensive Feuchtwiese

Blumenmeer auf extensiven, nassen Wiesen

Graudünen an Nord- und Ostsee
Graudünen an Nord- und Ostsee

Graswiesen auf sandigen grauen Dünenhügeln von Nord- und Ostsee

Hainsimsen-Buchenwald
Hainsimsen-Buchenwald

Schon zu Zeiten der Germanen einer der häufigsten Waldtypen unserer Mittelgebirge

Kalk-Pionierrasen
Kalk-Pionierrasen

Bunte Pioniervegetation auf Felsen und Rohböden

Kalkreiche Niedermoore
Kalkreiche Niedermoore

Artenreiche bunte Sümpfe auf Kalk mit Seggen und Wollgras

Magere Flachland-Mähwiesen
Magere Flachland-Mähwiesen

Blütenreiche Mähwiesen im Flachland

Ökologisch bewirtschafteter Weinberg
Ökologisch bewirtschafteter Weinberg

Wärmeinseln und altes Kulturland

Pfeifengraswiesen
Pfeifengraswiesen

Arten- und blütenreiche Wiesen auf feuchtem Untergrund

Salzstellen im Binnenland
Salzstellen im Binnenland

Seltene, salzige Orte im Binnenland

Salzwiesen an Nord- und Ostsee
Salzwiesen an Nord- und Ostsee

5Salzige Wiesen im Einflussbereich von Ebbe und Flut

Schlucht- und Hang-Blockschuttwälder
Schlucht- und Hang-Blockschuttwälder

Kühle und feuchte Wälder in Schluchten und auf Blockschutthängen der Mittelgebirge

Schotterbänke alpiner Flüsse mit Deutscher Tamariske
Schotterbänke alpiner Flüsse mit Deutscher Tamariske

5Die Deutsche Tamariske prägt einen der seltensten Lebensräume in Deutschland

Schotterbänke alpiner Flüsse mit Ufergehölzen der Lavendelweide
Schotterbänke alpiner Flüsse mit Ufergehölzen der Lavendelweide

5Weidendickicht an Wildflüssen der Alpen

Stromtalwiesen
Stromtalwiesen

Seltene artenreiche Auenwiesen entlang der großen Ströme

Wärmebegünstigte Säume und Waldmäntel
Wärmebegünstigte Säume und Waldmäntel

Trockene und sonnenexponierte Extremstandorte


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Schnellzugriff

Kenndaten

Ordnung Diptera
Familie Syrphidae
Art Totenkopfschwebfliege
Wiss. Myathropa florea
Autor (Linnaeus, 1758)
Häufigkeit sehr häufig
Länge 1.2 - 1.4 cm

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

Info Bundesländer


Online: https://www.deutschlands-natur.de/tierarten/fliegen/myathropa-florea/
Datum: 25.11.2020
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