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Schwalbenwurzwanze (Tropidothorax leucopterus)

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Schwalbenwurzwanze (Tropidothorax leucopterus)

Imaginale Schwalbenwurzwanzen sind in Aufsicht länglich-ovale Tiere und etwa 9 bis 10 Millimeter lang. Die Art ist durch ihre rot-schwarze Warnfarbe auffallend. Der Kopf ist schwarz, er trägt in der Mitte des Hinterrands einen kleinen roten Fleck. Das Pronotum ist in der Grundfarbe schwarz, die Seitenränder, ein Mittelstreifen und der Vorderrand tragen einen roten Streifen, wobei die Hinterecken schwarz sind. Das Scutellum und das innerste Feld (Clavus) der Hemielytren sind schwarz (mit Ausnahme der äußeren Basalecken des Clavus), das äußere Feld (Corium) ist überwiegend rot, trägt aber in der Mitte einen rundlichen, vom Außenrand nicht ganz bis zum Innenrand reichenden schwarzen Fleck. Auch die Flügelmembran ist mattschwarz, ihr Rand und ein Fleck im Innenwinkel sind weiß. Die seitlichen Anteile der Segmente des Hinterleibs, das Connexivum, ist abwechselnd schwarz und rot gefleckt. Die Unterseite ist rot mit schwarzen Flecken. Sowohl die Fühler wie auch die Beine sind rein schwarz.

Neben dem charakteristischen Färbungsmuster ist die Art ausgezeichnet durch einen Mittelkiel des Pronotums, der vom Vorder- bis zum Hinterrand läuft. Die ähnlichen mitteleuropäischen Arten haben entweder keinen, oder dieser erreicht den Vorderrand nicht.

Die ausgewachsenen Wanzen als auch die Nymphen können mit denen der Gemeinen Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus) oder denen der Ritterwanze (Lygaeus equestris) und anderen Lygaeini verwechselt werden.

Verbreitung

Die Schwalbenwurzwanze ist ursprünglich eine Mittelmeerart, welche an warmen Standorten in Südbayern und am Kaiserstuhl vorkam. Sie ist seit einigen Jahren am Oberrhein stark in Ausbreitung begriffen und kann an den noch wenigen Fundstellen in Deutschland massenhaft auftreten. Auch in Hessen und Rheinland-Pfalz wird sie jetzt nachgewiesen. Möglicherweise wird sie durch den Klimwandel begünstigt und breitet sich aus.

Ökologie

Die Tiere ernähren sich hauptsächlich von Schwalbenwurzen (Vincetoxicum) und Seidenpflanzen (Asclepias). Wie das Foto zeigt, halten sich die Tiere jedoch auch auf anderen Pflanzen auf. Die rote Färbung ist nach den Ergebnissen ihrer Arbeitsgruppe eine Warntracht, die Tiere sind giftig, indem sie Substanzen aus ihrer giftigen Wirtspflanze einlagern, sie werden im Nahrungswahlversuch von Räubern (im Versuch getestet mit Haushuhn) verschmäht. Dies gilt weniger ausgeprägt auch dann noch, wenn man sie im Experiment auf einer ungiftigen Wirtspflanze aufzieht; dies könnte an weiteren Abwehrmechanismen wie flüchtigen, von den Stinkdrüsen abgegebenen Chemikalien liegen. Möglicherweise lernen die Vögel aber einfach, warnfarbene Beute zu meiden.

Gefährdung

Die Art ist nicht gefährdet und scheint sich auszubreiten.

Lebensraum

An warmen Standorten, wo die Schwalbenwurz vorkommt.

Lebensräume in denen die Art vorkommt

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Kenndaten

Ordnung Heteroptera
Familie Lygaeidae
Art Schwalbenwurzwanze
Wiss. Tropidothorax leucopterus
Autor (Goeze, 1778)
Häufigkeit selten
Länge 0.9 - 1 cm
Fauna heimisch

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

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Wanzen in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/wanzen/tropidothorax-leucopterus/
Datum: 26.05.2017
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