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Gewöhnliche Gebirgsschrecke (Podisma pedestris)

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Gewöhnliche Gebirgsschrecke (Podisma pedestris)

Die Männchen der Gewöhnlichen Gebirgsschrecke werden 17 bis 19, die Weibchen 24 bis 30 Millimeter lang. Die Tiere haben eine rotbraune oder graue, bräunliche oder gelblich olive, aber niemals grüne Grundfarbe mit gelber und schwarzer Zeichnung. Von den Facettenaugen bis zum Hinterrand des Halsschildes verläuft ein breiter schwarzer Streifen. Die Oberseite des Halsschildes ist ebenso wie die Seiten der Hinterleibssegmente vorne dunkel.

Die Männchen sind deutlich kontrastreicher gemustert als die Weibchen, wodurch ihr Hinterleib schwarz geringelt wirkt. Die Unterseite des Hinterleibs ist gelb. Die Schenkel (Femora) der Hinterbeine sind auf der Unterseite und innen hellrot, die Schienen (Tibien) bläulich mit weißen Dornen. Die Flügel sind stark zurückgebildet und erreichen nicht die Länge des Halsschildes. Es gibt jedoch sehr selten Individuen mit voll entwickelten Flügeln

Verbreitung

Verbreitung Podisma pedestris

In Deutschland kommt die Art vorwiegend im Alpenraum vor. Einzelne Vorkommen gibt es noch auf der Schwäbischen Alb, im nordöstlichen Bayern und Sachsen (?). Früher gab es einmal Vorkommen in Norddeutschland, die aber schon lange erloschen sind.

© Verbreitungskarte. Deutsche Gesellschaft für Orthopterologie e.V. (DGfO)


Ökologie

Die ausgewachsenen Gewöhnlichen Gebirgsschrecken findet man von Mitte Juni bis Mitte November, wobei der Höhepunkt im August und September liegt. Die Tiere sind Bodenbewohner und halten sich dort sogar bei intensiver Sonneneinstrahlung auf heißen, schwach bewachsenen Felsplatten auf. Sie sind tolerant gegenüber Nachtfrost.

Die Art ernährt sich von verschiedenen Gräsern und krautigen Pflanzen. Die Weibchen legen ihre Eier in den Boden ab und überdecken sie mit Bodenstreu. Die Eier überwintern ein- bis zweimal, bevor die Tiere schlüpfen. Es werden fünf Larvenstadien durchlaufen.

Beide Geschlechter können nur mit ihren Mandibeln leise knistern. Bei der Balz schleicht sich das Männchen vorsichtig an und vollführt wippende Bewegungen. Reagiert ein Weibchen und kommt näher, bleibt das Männchen stehen und fixiert es, was es ansonsten auch bei anderen Artgenossen tut. Nähert sich das Weibchen auf unter 10 Zentimeter Entfernung an, wird es vom Männchen besprungen. Das Männchen sitzt dann längere Zeit auf dem Weibchen und vollführt neben Hin- und Herbewegungen auch regelmäßige Serien von Schenkelbewegungen.

Gefährdung

Die Gewöhnliche Gebirgsschrecke ist sehr selten und bei uns auf der Roten Liste als "stark gefährdet" eingestuft.

Lebensraum

Von der Gewöhnlichen Gebirgsschrecke werden warme, trockene, felsige und schwach bewachsene Hänge mit durchlässigen Böden, wie beispielsweise Schutthalden, steinige Alpenwiesen, Waldlichtungen und Trockenrasen bevorzugt.

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Kenndaten

Ordnung Orthoptera
Familie Acrididae
Art Gewöhnliche Gebirgsschrecke
Wiss. Podisma pedestris
Autor (Linnaeus, 1758)
Rote Liste D 2
Häufigkeit sehr selten
Länge 1.7 - 3 cm
Fauna heimisch

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Heuschrecken in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/heuschrecken/gewoehnliche-gebirgsschrecke/
Datum: 24.02.2017
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