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Rotbraunes Ochsenauge (Pyronia tithonus)

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Rotbraunes Ochsenauge (Pyronia tithonus)

Die Rotbraunen Ochsenauge (Pyronia tithonus) erreichen eine Flügelspannweite von 34 bis 42 Millimetern. Männliche und weibliche Falter unterscheiden sich deutlich in ihrer Färbung, was auch als Sexualdimorphismus bezeichnet wird. Die Männchen (Foto) haben eine rotbraune Grundfärbung. Auf den Vorderflügeln ist vom Innenrand ausgehend ein dunkler Duftschuppenfleck zu erkennen. Nahe der Flügelspitze befinden sich zwei ineinander fließende weiß zentrierte, schwarze Augenflecke.

Die Weibchen des Rotbraunen Ochsenauges haben eine etwas hellere Grundfärbung, die von rotbraun über gelbbraun bis zu ockerfarbig variieren kann. Ihnen fehlt der dunkle Duftschuppenfleck und die Augenflecke sind etwas kleiner als bei den Männchen.

Beide Geschlechter zeigen auf den Vorder- und Hinterflügel breite braune Randzonen. Die Unterseiten sind bei männlichen und weiblichen Faltern ähnlich gefärbt. Während die Unterseite der Vorderflügel großflächig hell rotbraun getönt ist und die Augenflecke der Vorderseite durchscheinen, zeigt die Unterseite der Hinterflügel eine leicht marmorierte, überwiegend graubraune Färbung mit einer gelblichen oder weißlichen Binde in der Postdiskalregion.

Die Raupen sind bräunlich oder grünlich gefärbt. Sie haben eine dunkle Rückenlinie, helle Seitenlinien, einen gelblichen Streifen oberhalb der Füße und sind am ganzen Körper leicht behaart.

Verbreitung

Verbreitung Pyronia tithonus

Das Rotbraune Ochsenauge ist vielen Regionen Deutschlands in unterschiedlicher Häufigkeit anzutreffen. Es scheint in Nord-Deutschland seine nördliche Verbreitungsgrenze zu haben und ist im Süden und wärmeren Regionen häufiger.

© Die Verbreitungskarte wurden im Rahmen des LepiDiv-Projektes erstellt und von der Gesellschaft für Schmetterlingsschutz zur Verfügung gestellt.


Ökologie

Die Rotbraunen Ochsenaugen fliegen in einer Generation von Juni bis Anfang September. Sie besuchen zur Nektaraufnahme eine Vielzahl von Blüten, zu denen Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense), Späte Goldrute (Solidago gigantea), Gewöhnlicher Dost (Origanum vulgare), Breitblättriger Thymian (Thymus pulegioides) und Faulbaum (Rhamnus frangula) gehören.

Die Weibchen werfen die Eier entweder über grasreicher Vegetation ab oder heften sie an Stängel. Futterpflanzen der Raupen sind verschiedene Gräser, wie beispielsweise Gewöhnlicher Rot-Schwingel (Festuca rubra), Deutsches Weidelgras (Lolium perenne) oder Rotes Straußgras (Agrostis cappillaris). Die Raupen findet man ab September und nach der Überwinterung bis in den Mai. Die Verpuppung erfolgt in einer Stürzpuppe.

Gefährdung

Die Art ist aktuell nicht gefährdet, aber deutlich seltener, als das häufige Große Ochsenauge. In einigen Regionen fehlt die Art ganz.

Lebensraum

Das Rotbraunes Ochsenauge bevorzugt warme Waldränder, Waldwege und Lichtungen, erscheinen aber auch auf Wiesen sowie in Gärten.

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Kenndaten

Ordnung Lepidoptera
Familie Nymphalidae
Art Rotbraunes Ochsenauge
Wiss. Pyronia tithonus
Autor (Linnaeus, 1767)
Rote Liste D -
Häufigkeit mittel
Spannweite 3.4 - 4.2 cm

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Tagfalter in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/tagfalter/rotbraunes-ochsenauge/
Datum: 30.03.2017
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