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Güster (Blicca bjoerkna)

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Güster (Blicca bjoerkna)

Der Güster wird - je nach Region - auch Blicke, Pliete oder Halbbrasse genannt.

Der Güster ist ein hochrückiger Weißfisch, der ein unterständiges Maul hat, welches leicht schlauchartig ausgestülbt werden kann. Die Grundfarbe ist silbrig mit dunklerem Rücken. Die Afterflosse zieht sich charakteristisch entlang des Unterleibes und zählt 19 - 24 Strahlen (weniger als bei der ähnlichen Brachse). Die Basis der Bauchflosse ist oft leicht rötlich oder orange. Das Auge hat etwas den gleichen Durchmesser, wie die Schnauze. Dadurch unterscheidet sich der Güster vom Brachsen, der ein kleineres Auge hat. Dieses Merkmal ist aber bei jungen Fischen zunehmend schlechter zu unterscheiden. Hier hilft das Zählen von Schuppen entlang der Seitenlinie. Bei dem Güster sind es i.d.R. 43 - 46 Schuppen.

Güster werden selten größer als 35cm lang.

Verbreitung

Güster sind in ganz Deutschland verbreitet und nicht selten. Nicht selten werden sie aber wohl nicht erkannt, sondern mit den Brachsen verwechselt.

Ökologie

Güster leben in einer großen Zahl unterschiedlicher Lebensräume. Vorwiegend in der Brachsenregion, aber auch bis in die Brackwasserbereiche am Unterlauf. Häufig lebt die Art am Grund großer sandiger Flüsse. In Seen und langsam fließenden Stillgewässern bevorzugt er pflanzenreiche Uferbereiche zum laichen. Ebenso wie bei vielen anderen Fischarten bevorzugt der Güster im Verlauf seines Lebens somit verschiedene Habitate in einem Gewässersystem zwischen denen er wandert; als Jungfisch in beruhigten Bereichen, wie z.B. Buchten in Altarmen, als ausgewachsenes Tier z.B. der Grund von großen Strömen.

Die Art lebt gesellig mit anderen Weißfischen und ist vorwiegend nachtaktiv. Güster pflanzen sich mit 2-3 Jahren das erste mal fort. Das Ablaichen geschieht von Mai bis Juli in den Morgenstunden. Als Nahrung werden zunächst Kleinlebewesen auf dem Grund von Gewässern aufgenommen. Mit zunehmenden Alter nimmt die Art jedoch auch Organismen aus dem Wasserkörper auf, also pflanzliches und tierisches Plankton.

Brachsen werden über 10 Jahre alt.

Gefährdung

Der Güster ist nicht gefährdet.

Besonderheiten

Güster können sich mit anderen Weißfischarten wie Brachsen, Rotaugen oder Zährten kreuzen.

Lebensraum

In Seen und Fließgewässern. Typische Art der Brachsenregion.

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Kenndaten

Ordnung Cypriniformes
Familie Cyprinidae
Art Güster
Wiss. Blicca bjoerkna
Autor (Linnaeus, 1758)
Rote Liste D -
Häufigkeit häufig
Länge bis 35 cm
Eizahl 100000
Fauna heimisch

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Süßwasserfische in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/suesswasserfische/guester/
Datum: 24.02.2017
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