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Wipfel-Stachelwanze (Acanthosoma haemorrhoidale)

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Wipfel-Stachelwanze (Acanthosoma haemorrhoidale)

Wipfel-Stachelwanzen sind etwa 15 bis 17 mm groß. Zu erkennen sind sie am schwarz-gelb längs gestreiften Kopf (Caput) und den dorsal ein Dreieck bildenden, blutroten bis rotbraunen Streifen auf den Hemielytren und dem Rand des Halsschildes (Scutum). Diese Färbung auf dem schildförmigen Körper bietet ihnen eine sehr gute Tarnung im Weißdornstrauch oder im Blattwerk. Beim Auffliegen fällt die bunte Färbung des Hinterleibs (Abdomen) auf, es ist im Frühjahr apfel- bis smaragdgrün, im Herbst gelbgrün bis braunrot.

Das innerste Fühlerglied überragt in seiner Länge den schwarz punktierten Kopf. Auch Halsschild und Schildchen (Scutellum) sind schwarz punktiert, dabei handelt es sich allein auf dem Schildchen um etwa 110 Punkte. Die Füße (Tarsus) sind zweigliedrig. Den Namen Stachelwanze tragen sie, weil sie ventral auffällig mit spitzem, stachelartigem Fortsatz gekielt sind.

Verbreitung

Die Wipfel-Stachelwanze ist in Deutschland überall verbreitet.

Ökologie

Man findet die Wipfel-Stachelwanzen meistens einzeln vorkommend in Laubwäldern, an Waldrändern oder im Feldgehölz zumeist dort, wo Ebereschen (Sorbus aucuparia), Weißdorn (Crataegus) und Hecken wachsen. Sie zählt zu den am häufigsten vorkommenden Wanzen Europas. Sie fliegen von April/Mai bis Oktober.

Ganz ähnlich den Grünen Stinkwanzen geben auch Wipfel-Stachelwanzen ein zwar ungiftiges, jedoch stark unangenehm riechendes Sekret zum Schutz vor Fressfeinden wie beispielsweise Vögeln und bei anderen Störungen ab. Die Ausgänge der Wehrdrüsen befinden sich neben dem Beinansatz, während sie bei den Larven üblicherweise dorsal auf dem Abdomen vorhanden und dort auch gut zu erkennen sind.

Diese Art saugt ausschließlich Pflanzensäfte, insbesondere an Beerensträuchern, wobei die Früchte selbst bevorzugt werden. Die Larven jedoch stechen nur die Blätter an.

Bei der Wipfel-Stachelwanze gibt es nur eine Generation im Jahr. Im Herbst sind die adulten Wanzen häufig bei einem Sonnenbad an Wänden zu beobachten, bevor sie am Boden unter altem Laub überwintern. Im Frühling legen sie die befruchteten Eier auf Weißdorn ab. Nach dem Schlüpfen von Juni bis August häuten sich die überwiegend grünen Larven in wenigen Wochen fünf Mal, bevor sie ausgewachsen sind.

Gefährdung

Die Art ist nicht gefährdet.

Lebensraum

Laubwälder, Waldränder und Hecken.

Lebensräume in denen die Art vorkommt

Typische Lebensräume

Hainsimsen-Buchenwald
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Schon zu Zeiten der Germanen einer der häufigsten Waldtypen unserer Mittelgebirge

Hainsternmieren-Erlen-Auwälder
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Der Wald im Hochwasserbereich von Bächen und Flüssen

Hartholzauewälder
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Baumriesen und Lianen in artenreichen Auwäldern

Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald
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Der artenreiche Mischwald an wärmebegünstigten Standorten

Natürlicher artenreicher Heckenzug
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Linienförmige Lebensadern in der Agrarlandschaft

Niederwälder
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Kultur-Wald, der durch traditionelle Brennholzgewinnung entstanden ist

Orchideen-Buchenwald
Orchideen-Buchenwald

Blühende Orchideen (Rotes Waldvögelein) im Schutz von alten Buchen

Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald
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Blütenmeer im Frühjahr und Kinderstube beeindruckender Käferarten

Waldmeister-Buchenwald
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Geophytenreiche Buchenwälder, die auf basischen Böden wachsen

Weiden Auwälder
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Die Weichholzaue am Unterlauf der Flüsse



Weitere Lebensräume

Bauerngärten
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Ort der Entspannung und Spender wertvoller Lebensmittel

Eichenwälder der Sandebenen
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5Wälder mit alten Eichen auf Sandböden des Flachlands

Feuchte Hochstaudenfluren an Gewässerufern und Waldrändern
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Ein buntes Blütenmeer entlang von Flüssen und Waldrändern

Moorwälder
Moorwälder

Wälder auf Hochmoor- und ÜbergangsmoorStandorten

Ökologisch bewirtschafteter Weinberg
Ökologisch bewirtschafteter Weinberg

Wärmeinseln und altes Kulturland

Ruderalflächen / Kulturbrachen
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Der unbeachtete Kleinbiotop in Städten und Dörfern

Streuobstwiesen
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Wertvoller Lebensraum und Obstlieferant zugleich

Trockenwarme Traubeneichenwälder
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Alte knorrige Eichen in warmen Lagen

Wärmebegünstigte Säume und Waldmäntel
Wärmebegünstigte Säume und Waldmäntel

Trockene und sonnenexponierte Extremstandorte


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Kenndaten

Ordnung Heteroptera
Familie Acanthosomatidae
Art Wipfel-Stachelwanze
Wiss. Acanthosoma haemorrhoidale
Autor (Linnaeus, 1758)
Häufigkeit sehr häufig
Länge 1.5 - 1.7 cm
Fauna heimisch

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

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Wanzen in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/wanzen/acanthosoma-haemorrhoidale/
Datum: 21.08.2017
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