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Goldfisch (Carassius auratus)

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Goldfisch (Carassius auratus)

Den Goldfisch kennt wohl jeder aus Aquarien von zuhause und auch auf diesen Weg hat er es schon im 18. Jahrhundert als "Flüchtling" in unsere Gewässer geschafft. Er ist ursprünglich also kein heimischer Fisch.

Goldfische gibt es ihn in allen möglichen Zuchtformen und Farben. Die "Naturform" des Goldfisches ist jedoch nicht so auffällig, eher bräunlich-messingfarben. Dadurch wird er der heimischen Schwesterart - dem Giebel - sehr ähnlich. Auch die heimische Karausche sieht dem Goldfisch sehr ähnlich.

Markante Merkmale des Goldfisches sind die leicht konkave bis gerade und Rückenflosse mit stark gesägten Flossenstrahlen, ein fehlender Fleck an der Schwanzwurzel und 26 - 31 Schuppen entlang der Seitenlinie. Goldfische werden bis zu 32cm lang.

 

Verbreitung

Der Goldfisch ist keine heimische Fischart und kann in vielen Gewässern - meistens ausgesetzt - vorgefunden werden.

Ökologie

Goldfische bevorzugen - neben den bekannten künstlichen Zierteichen - in freier Wildbahn pflanzenreiche und meistens auch nährstoffreiche Gewässer. Sie werden mit 1-2 Jahren geschlechtsreif und legen ihre Eier an Wasserpflanzen und anderen untergetauchten Objekten ab. Bezüglich ihrer Nahrung sind sie nicht sehr wählerisch und fressen sowohl Kleintiere, als auch pflanzliche Partikel. Goldfische können bis zu 20 Jahre alt werden, wobei dieses Alter kaum in freier Wildbahn erreicht wird.

Gefährdung

Eine gebietsfremde Art, die nicht gefährdet ist.

Besonderheiten

Goldfische wurden in China schon vor über 1000 Jahren domestiziert und seit dem 17. Jahrhundert in verschiedenen Ländern Europas eingeschleppt. Werden bunte Goldfische in Parkteichen ausgesetzt, so gibt es schnell ein Selektion in Richtung unauffällige Naturfarben. Kurz: Raubfische und fischfressende Vögel fangen die bunten Tiere und nur tarnfarbene Tiere schaffen es langfristig zu überleben und sich fortzupflanzen.

Unser Kommentar

Goldfische sind keine heimischen Tiere und werden offiziell auf der Schwarzen Liste invasiver Arten als "potentiell invasiv" geführt. Das heisst es ist denkbar, dass diese Art sich plötzlich stark ausbreitet und zu einem Problem für heimische Arten wird. Das Aussetzen von möglicherweise "lästig gewordenen" Tieren in heimischen Gewässern ist deshalb streng abzulehnen und zudem illegal.

Lebensraum

Wohl in erster Linie in künstlichen Gartenteichen. Ansonsten in pflanzen- und nährstoffreichen Stillgewässern.

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Kenndaten

Ordnung Cypriniformes
Familie Cyprinidae
Art Goldfisch
Wiss. Carassius auratus
Autor (Linnaeus, 1758)
Rote Liste D -
Häufigkeit häufig
Länge bis 32 cm
Fauna gebietsfremd

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Süßwasserfische in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/suesswasserfische/goldfisch/
Datum: 23.02.2017
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