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Gemeine Bodenwanze (Rhyparochromus vulgaris)

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Gemeine Bodenwanze (Rhyparochromus vulgaris)

Die Gemeine Bodenwanzen werden 6,9 bis 8,1 Millimeter lang. Sie haben einen langgestreckten Körper mit langen Beinen und einer dunklen Flügelmembrane. Die Art sieht Rhyparochromus pini sehr ähnlich, ist im Allgemeinen aber heller gefärbt und trägt an den Seiten des vorderen Halsschildes je einen weißen, dreieckigen Fleck. Auch sind die Schienen (Tibien) der vorderen und mittleren Beine bei den Männchen blass gefärbt.

Verbreitung

Die Gemeine Bodenwanze ist in Deutschland verbreitet und lokal nicht selten, sie wird jedoch nach Norden seltener.

Ökologie

Wie alle anderen Arten des Verwandtschaftskreises auch, ernährt sie sich von Samen, die sie mit dem Stechrüssel ansticht und aussaugt. Ernährung von Samen einer Vielzahl von Pflanzenarten ist beobachtet worden, darunter Erdbeere, Brennnessel, Beifuß, Ulmen, Pappeln und viele andere. Wie häufig bei der Gattung Rhyparochromus findet man überwinternde Imagines häufig in großen Aggregationen unter loser Rinde und in Spalten in Totholz.

Vor allem im Westen gehen nur wenige Funde über die Mittelgebirgsgrenze hinaus. Sie steigt in den Alpen weniger hoch hinauf als andere Arten ihrer Gattung.

Sie überwintern ab August oder September nicht selten auch in Wohnungen, wo man sie dann den ganzen Winter über aktiv finden kann.

Gefährdung

Dei Art ist bei uns nicht gefährdet.

Besonderheiten

Anfang des 21. Jahrhunderts wurde die Art in den pazifischen Nordwesten der USA eingeschleppt und kann dort lokal in großer Zahl auftreten, sie dringt hier in Häuser ein und gilt lokal als Lästling.

Lebensraum

Die Gemeine Bodenwanze besiedelt verschiedene offene bis halbschattige Lebensräume und hat weniger Wärmeansprüche als Rhyparochromus phoeniceus. Man findet sie auch häufig am Rand von Laubwäldern oder im halboffenen verbuschten Gelände und auch im Kulturland.

Lebensräume in denen die Art vorkommt

Typische Lebensräume

Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald
Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald

Der artenreiche Mischwald an wärmebegünstigten Standorten

Niederwälder
Niederwälder

Kultur-Wald, der durch traditionelle Brennholzgewinnung entstanden ist

Ruderalflächen / Kulturbrachen
Ruderalflächen / Kulturbrachen

Der unbeachtete Kleinbiotop in Städten und Dörfern

Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald
Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald

Blütenmeer im Frühjahr und Kinderstube beeindruckender Käferarten

Trockenwarme Traubeneichenwälder
Trockenwarme Traubeneichenwälder

Alte knorrige Eichen in warmen Lagen



Weitere Lebensräume

Artenreiche Äcker
Artenreiche Äcker

Wertvolle, seltene stark gefährdete Kulturbiotope in der Agrarlandschaft

Binnendünen mit Heiden
Binnendünen mit Heiden

Heidelandschaften auf prähistorischem Untergrund

Borstgrasrasen
Borstgrasrasen

2Ebenso karge, wie artenreiche Viehweiden der Mittelgebirge

Buchsbaum-Gebüsche trockenwarmer Standorte
Buchsbaum-Gebüsche trockenwarmer Standorte

Submediterraner Lebensraum an wenigen Stellen in Deutschland

Eichenwälder der Sandebenen
Eichenwälder der Sandebenen

5Wälder mit alten Eichen auf Sandböden des Flachlands

Hainsimsen-Buchenwald
Hainsimsen-Buchenwald

Schon zu Zeiten der Germanen einer der häufigsten Waldtypen unserer Mittelgebirge

Natürlicher artenreicher Heckenzug
Natürlicher artenreicher Heckenzug

Linienförmige Lebensadern in der Agrarlandschaft

Ökologisch bewirtschafteter Weinberg
Ökologisch bewirtschafteter Weinberg

Wärmeinseln und altes Kulturland

Orchideen-Buchenwald
Orchideen-Buchenwald

Blühende Orchideen (Rotes Waldvögelein) im Schutz von alten Buchen

Orchideenreiche Kalk-Magerrasen
Orchideenreiche Kalk-Magerrasen

Orchideenvielfalt in wärmebegünstigten Lagen von Kalkgebieten

Silikatschutthalden der Mittelgebirge
Silikatschutthalden der Mittelgebirge

Warme Extremstandorte in den Mittelgebirgen

Steppenrasen
Steppenrasen

Steppenlebensräume an wärmebegünstigten Standorten in Deutschland

Waldmeister-Buchenwald
Waldmeister-Buchenwald

Geophytenreiche Buchenwälder, die auf basischen Böden wachsen

Wärmebegünstigte Säume und Waldmäntel
Wärmebegünstigte Säume und Waldmäntel

Trockene und sonnenexponierte Extremstandorte


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Kenndaten

Ordnung Heteroptera
Familie Rhyparochromidae
Art Gemeine Bodenwanze
Wiss. Rhyparochromus vulgaris
Autor (Schilling, 1829)
Rote Liste D -
Häufigkeit häufig
Länge 0.69 - 0.81 cm
Fauna heimisch

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

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Wanzen in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/wanzen/rhyparochromus-vulgaris/
Datum: 20.11.2017
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