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Zährte (Vimba vimba)

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Zährte (Vimba vimba)

Die Zährte hat als erwachsener Fisch ein auffälliges Merkmal, dem er auch seinen zweiten Namen "Rußnase" zu verdanken hat: die Kopfspitze ist deutlich nasenartig verlängert und grau bis schwarz eingefärbt. Bei Jungtieren (Foto) ist das Merkmal allenfalls zu erahnen.

Zährten sind besonders im Alter seitlich abgeflachte Fische, mit relativ großen Augen und silbriger Grundfärbung. In der Laichzeit können besonders männliche Tiere stark abdunkeln und leicht orangefarbene Wangen, Bauch und Bauchflossenansätze aufweisen. Das unterständige Maul ist hufeisenförmig und kann ausgestülbt werden. Hinter der Rückenflosse sind die Schuppen auffällig gekielt. Ein weiteres Merkmal ist die vergleichsweise lange Afterflosse mit 16 bis 21 verzweigten Strahlen.

Zährten können bis zu 20 - 35 cm lang (max. 50 cm) werden, sind oft aber kleiner.

 

Verbreitung

Die Zährte ist eher eine östliche Art (Kaspisches Meer, Schwarzes Meer, Marmara Meer). Sie kommt bei uns natürlicherweise neben der Donau in der Ostsee und Zuflüssen, sowie der Nordsee mit Zuflüssen von Ems bis Elbe vor. Im Rheinsystem ist sie nicht heimisch, wird dort jedoch gelegentlich nachgewiesen, was vermutlich auf Besatzmaßnahmen zurückzuführen ist.

Ökologie

Zährten sind typische Wanderfische, welche aus den Unterläufen und Flussmündungsbereichen der Meere flussaufwärts zu den mittleren Bereichen der Flüsse (Äschen- und Barbenregion) wandern. Dort laichen die Fische in schnell fließenden Bereichen über steinig-kiesigem Untergrund. Zährten laichen zum ersten mal mit 3-5 Jahren und in den Monaten Mai bis Juli.

Nach dem Laichen wandern die Zährten wieder flussabwärts, wo die Nahrungsbedingungen günstiger sind. Die geschlüpften Larven werden ebenfalls in ruhigere Bereiche verdriftet, wo sie sich zunächst von kleinen Wirbellosen, später auch von kleinen Mollusken und Würmern ernähren.

Zährten wachsen relativ langsam und können bis zu 15 Jahre alt werden.

Gefährdung

Wie alle Fische, welche ausgeprägte Wanderungen vornehmen, ist die Zährte sehr durch Baumaßnahmen gefährdet, welche verhindern, dass sie in die Laichhabitate und zurück wandern können. Darüber hinaus greifen Zährten in verschiedenen Lebensphasen auf die unterschiedlichsten Kleinlebensräume zurück, die natürlich erreichbar sein müssen.

Nur naturnahe Flusssystem können das Spektrum der benötigen Zährten-Habitate anbieten.

Lebensraum

Unterläufe der großen Flüsse bis in die Brackwasserbereiche, wandert zum Laichen in die Mittelläufe der Flüsse.

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Kenndaten

Ordnung Cypriniformes
Familie Cyprinidae
Art Zährte
Wiss. Vimba vimba
Autor (Linnaeus, 1758)
Häufigkeit selten
Länge bis 50 cm
Alter (max.) 15
Fauna heimisch

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Süßwasserfische in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/suesswasserfische/zaehrte/
Datum: 21.08.2017
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