Kein Treffer
Steppen-Sattelschrecke (Ephippiger ephippiger)

© Alle Rechte vorbehalten. Interesse an dem Foto?

Steppen-Sattelschrecke (Ephippiger ephippiger)

Der unverkennbare Halsschild der Steppen-Sattelschrecke (bzw. Westlichen Sattelschrecke, s.u.) ist in der hinteren Hälfte nach einem scharfen Knick trichterförmig aufgewölbt, daher auch der Name. Die Flügel sind zu kurzen Stummeln zurückgebildet, die nur knapp unter dem Halsschild herausragen. Die Sattelschrecke ist damit flugunfähig, kann aber die Flügel zur Lauterzeugung (Stridulation) verwenden, wobei der Halsschild als Schalltrichter wirkt. Der Gesang besteht aus lauten, sehr scharfen Doppeltönen, von denen jeweils der zweite etwas in die Länge gezogen ist. Beide Geschlechter können den Gesang erzeugen.

Das Männchen besitzt kurze, kegelförmige Cerci, das Weibchen eine lange, schmale, schwach gebogene Legeröhre.

Typisches Merkmal ist ferner der schwarze Querstrich auf dem Hinterkopf, der bei gesenkter Kopfhaltung unter dem Halsschild hervorschaut.

Verbreitung

Verbreitung Ephippiger ephippiger

Die Steppen-Sattelschrecke ist sehr wärmeliebend und wird in Deutschland nur an wenigen Wärmeinseln vorgefunden. Hier sind vor allem die Weinbergslagen und trockenen Hänge von Mosel und Nahe zu nennen.

© Verbreitungskarte. Deutsche Gesellschaft für Orthopterologie e.V. (DGfO)


Ökologie

Die Steppen-Sattelschrecke benötigt in Deutschland sehr trockene, warme Lebensräume. Auch innerhalb dieser Gebiete findet sie sich meist nur in kleinräumigen Biotopen, vor allem in aufgelassenen Weinbergen mit Gebüschstrukturen.

Gefährdung

Die Steppen-Sattelschrecke ist eine sehr seltene Heuschreckenart. Aufgrund ihrer aktuellen Verbreitung mit wenigen Lebensräumen in Wienbaugebieten, ist wohl intensiver Weinbau mit Ausbringung von Pestiziden eine denkbare Gefährdungsursache.

Sie wird auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten als "stark gefährdet" geführt.

Besonderheiten

Neuerdings wird die Steppen-Sattelschrecke (Ephippiger ephippiger) unter anderem Namen geführt. Genauer gesagt, hat man die verschiedenen Formen näher aufgeschlüsselt und die in Deutschland vorkommende Art wird der Westlichen Sattelschrecke (Ephippiger diurnus) zugeordnet.

Unser Kommentar

Die hohe Bevorzugung warmer Habitate lässt vermuten, dass diese Art von der Klimaerwärmung profitiert und sich weiter ausbreiten wird.

Lebensraum

Trocken-warme Habitate an Hangkanten oder in extensiven (aufgelassenenen) Weinbergslagen.

Lebensräume in denen die Art vorkommt

Die Texte dieses Artikels basieren in Teilen auf dem Wikipedia-Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Fotos dieser Webseite sind darin nicht eingeschlossen und unterliegen dem vollen Urheberrecht!

()

Schnellzugriff

Kenndaten

Ordnung Orthoptera
Familie Tettigoniidae
Art Steppen-Sattelschrecke
Wiss. Ephippiger ephippiger
Autor (Fiebig, 1784)
Rote Liste D 2
Länge 2.5 - 3 cm

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

Download Artenliste

Heuschrecken in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/heuschrecken/steppen-sattelschrecke/
Datum: 26.05.2017
© 2017 Deutschlands Natur. Alle Rechte vorbehalten.