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Kleine Binsenjungfer (Lestes virens vestalis)

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Kleine Binsenjungfer (Lestes virens vestalis)

Die zierliche Kleine Binsenjungfer (Lestes virens vestalis) erreicht eine Flügelspannweite von 3,5 bis 4 Zentimetern. Ihre Brust ist im unteren Teil hellblau (unausgefärbt: gelblich), oberseits metallisch-grün gefärbt. Der Hinterleib ist oben grünlich bis schwarz-grün. Die bläuliche Wachsbereifung von Hinterleibsbasis sowie leicht verdicktem Abdomenende der Männchen ist gegenüber anderen Lestes-Arten vergleichsweise wenig ausgeprägt und kann auch ganz fehlen. Am Hinterkopf fällt eine scharfe Trennung der Färbung auf – oben ist diese dunkler, während der untere Kopfteil hell-gelblich abgesetzt ist. Die Flügelmale sind bei ausgefärbten Tieren braun und weisen an ihren schmalen Seiten hellere Abschlüsse auf.

Verbreitung

Die Kleine Binsenjungfer ist in Deutschland nur lückig verbreitet und nicht häufig, auch wenn lokal bei geeigneten Bedingungen oft viele Tiere angetroffen werden können.

Ökologie

Die Flugzeit der Kleinen Binsenjungfer reicht in Mitteleuropa von Juni/Juli bis in den Oktober; somit ist die Kleine Binsenjungfer die späteste Art des Jahres innerhalb ihrer Gattung. Das Verhalten der Kleinen Binsenjungfern ist dem der anderen Binsenjungfern sehr ähnlich. Man findet die Imagines meistens an Grashalmen in einer Höhe zwischen 50 und 80 Zentimetern sitzend und sich sonnen. Dort vollzieht sich auch die Kopulation im Paarungsrad.

Die ca. 1,4 mm langen Eier werden in aus dem Wasser ragende, senkrechte Pflanzenstängel, beispielsweise von Binsen und Sumpfbinsen, gestochen. Dabei klettern die Tiere aber nicht unter die Wasseroberfläche. Nachdem die Männchen die Weibchen bei der Eiablage zunächst begleitet haben, lösen sie sich im weiteren Verlauf aber von ihnen. Die Dauer der Ankopplung hängt offenbar von der Männchendichte im Habitat ab. Gegen Ende der Flugzeit im Spätherbst ertrinken zunehmend viele Exemplare auf der Wasseroberfläche.

Die Larven benötigen zur Entwicklung ausgeprägte, seichte Verlandungszonen mit lockerer bis mäßig dichter Vegetation, beispielsweise aus Ried der Schnabel-Segge oder der Gewöhnlichen Sumpfbinse. Sie jagen unter anderem Wasserflöhe, Hüpferlinge, Zuckmückenlarven, Muschelkrebse und Rädertierchen. Bis zu ihrer Umwandlung zur Imago benötigen sie je nach Wassertemperatur zwei bis drei Monate.

Gefährdung

In Deutschland kommt die Kleine Binsenjungfer nur zerstreut vor und gilt als stark gefährdet.

Lebensraum

Die Art kommt an stehenden, sonnenexponierten Gewässern mit Seggen- und Binsenbeständen, namentlich in moorigen Habitaten, stellenweise zahlreich vor. Insbesondere im Nordwestteil ihres Gesamtareals, also auch in Deutschland, scheint eine enge Bindung an oligo- bis mesotrophe, oft etwas saure Gewässer (z. B. Heideweiher) zu bestehen

Lebensräume in denen die Art vorkommt

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Kenndaten

Ordnung Odonata
Familie Lestidae
Art Kleine Binsenjungfer
Wiss. Lestes virens vestalis
Autor Rambur, 1842
Häufigkeit selten
Länge 3 - 3.9 cm
Spannweite 3.8 - 4.6 cm

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Libellen in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/libellen/kleine-binsenjungfer/
Datum: 25.04.2017
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