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Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle)

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Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle)

Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle) haben eine Spannweite von nur 22 bis 27 Millimetern und zählen mit zu den kleinsten Feuerfaltern. Seinen Namen verdankt der Falter einem Blau- bzw. Violettschiller, der sich beim Männchen über die gesamte Flügeloberfläche und bei den weiblichen Faltern nur über Randstellen erstreckt. Er ist dadurch nahezu unverwechselbar.

Die Flügelunterseiten der Falter sind leuchtend orange gefärbt und zeigen eine Zeichnung aus schwarzen Punkten und weißen Halbmonden.

Verbreitung

Verbreitung Lycaena helle

Der Blauschillernde Feuerfalter kommt in Deutschland nur sehr lokal und nicht selten in sehr kleinen Populationen vor. Aktuelle Bestände gibt es in Mecklenburg-Vorpommern (Ueckertal), Nordrhein-Westfalen (Eifel, Hohes Venn,Westerwald, Rothaargebirge), Rheinland-Pfalz (Eifel und Westerwald), Hessen (Westerwald), Baden-Württemberg (Baar) und Bayern (voralpines Hügel- und Moorland, Schwäbisch-Oberbayerische Voralpen).

Er ist eine Art der kühl-gemäßigten Klimabedingungen wie sie in Skandinavien (z.B. Mittel- und Nordschweden) anzutreffen sind. Deutschland liegt dadurch natürlicherweise am Randgebiet seines Verbreitungsschwerpunktes.

© Die Verbreitungskarte wurden im Rahmen des LepiDiv-Projektes erstellt und von der Gesellschaft für Schmetterlingsschutz zur Verfügung gestellt.


Ökologie

Die Blauschillernden Feuerfalter fliegen in einer Generation je nach Region von Mai bis Juli. An den Vorkommensorten können sie teilweise in größerer Anzahl an Sumpfdotterblume (Caltha palustris), Wiesen- (Cardamine pratensis) und Bitterem-Schaumkraut (Cardamine amara, Foto) angetroffen werden.

Die Raupen ernähren sich bei uns ausschließlich von Schlangen-Knöterich (Persicaria bistorta). Die Weibchen legt ihre Eier einzeln an der Blattunterseite der Futterpflanzen ab. Die jungen Raupen sind durch ihre weißliche bis hellgraue Färbung bestens angepasst, fressen an der Unterseite der Blätter ein charakteristisches Muster und lassen eine Schicht der Cuticula als Fenster übrig. Mit fortschreitendem Alter nehmen die Raupen eine zunehmend grüne Farbe an und fressen dann an der Blattoberseite. Die Puppen sind klein, weißlich-grau gefärbt und werden an Laub oder trockenen Stängeln befestigt.

Als einzige Feuerfalterart überwintern beim Blauschillernden Feuerfalter die Puppen.

Gefährdung

Die Art ist durch die Trockenlegung und Verwaldung von Feuchtwiesen stark gefährdet und teilweise vom Aussterben bedroht. Deswegen ist sie in der Bundesartenschutzverordnung als "Streng geschützt" aufgeführt. Zudem genießt die Art auch europarechtlich besonderen Schutzstatus und wird in den Anhängen II und IV der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU geführt.

In Deutschland ist der Blauschillernde Feuerfalter in der Rote Liste gefährdeter Arten als vom Aussterben bedroht (Kategorie 2) gelistet, in mehreren Bundesländern ist die Art bereits als ausgestorben geführt.

Lebensraum

Blauschillernde Feuerfalter leben auf Feuchtwiesen, meist nahe von Flüssen, Seen und Hochmooren, mit großen Beständen des Schlangenknöterichs - der Nahrungspflanze der Raupen.

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Kenndaten

Ordnung Lepidoptera
Familie Lycaenidae
Art Blauschillernder Feuerfalter
Wiss. Lycaena helle
Autor ([Dennis & Schiffermüller], 1775)
Rote Liste D 2
Häufigkeit sehr selten
Spannweite 2.2 - 2.7 cm

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

Info Bundesländer

Download Artenliste

Tagfalter in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/tagfalter/blauschillernder-feuerfalter/
Datum: 30.03.2017
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