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Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale)

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Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale)

Die Helm-Azurjungfer erreicht eine Flügelspannweite von drei bis vier Zentimetern. Die Männchen besitzen eine schwarz-blaue Zeichnung auf den Thorax- und den Hinterleibssegmenten, wodurch eine Verwechslungsgefahr mit anderen Azurjungfern besteht, besonders mit der Vogel-Azurjungfer (C. ornatum). Sie ist aber schlanker gebaut als letztere.

Verbreitung

Verbreitung Coenagrion mercuriale

Die Helm-Azurjungfer wird in Deutschland vorwiegend in der Oberrheinebene, im Norddeutschen Flachland, im Alpenvorland sowie in Niederungen von Thüringen und Sachsen-Anhalt nachgewiesen. Sie fehlt weitgehend in höheren Lagen.

© Verbreitungskarte. Quelle: BfN/BMUB 2013: Nationaler Bericht Deutschlands nach Art. 17 FFH-Richtlinie, 2013; basierend auf Daten der Länder und des Bundes. Datengrundlage: Verbreitungsdaten der Bundesländer und des BfN. URL: www.bfn.de/0316_bericht2013.html (zuletzt aufgerufen am: 23.02.2016)


Ökologie

Die Helm-Azurjungfer lebt an verwachsenen Bachläufen und Wiesengräben der Ebene bis ca. 800 m ü. NN, die sich durch relativ sauberes und kalkhaltiges, langsam fließendes Wasser auszeichnen. Wesentlich für das Vorkommen der Art ist an diesen kleinen Fließgewässern auch eine dichte, wintergrüne Unterwasservegetation vor allem aus Berle (Berula erecta), Wasserminze (Mentha aquatica) und Brunnenkresse (Nasturtium officinale). Daneben werden besonders im Alpenvorland häufig auch Schlenken und Rinnsale in Kalkquellmooren besiedelt.

Die Flugzeit der Helm-Azurjungfer fällt in den Mai bis August.  Die Eier werden vom Weibchen vor allem in untergetauchte Pflanzenteile eingestochen, gerne in die Blätter der Berle. Dabei sind beide Partner in der Tandemstellung verbunden und das Weibchen taucht zur Eiablage unter, wobei das Männchen allerdings meist nur den Hinterleib eintaucht.

Die Larven verstecken sich in der Gewässervegetation. Ihre Entwicklungszeit beträgt je nach Temperatur des Gewässers ein oder zwei Jahre.

Gefährdung

Die Art ist extrem standorttreu und entfernt sich nur selten weiter als einige 100 m vom Gewässer. Entsprechend ist ihre Fähigkeit zur Besiedelung neuer Habitate beim Verlust des ursprünglichen sehr gering, was sie äußerst anfällig gegen Bau- und Unterhaltsmaßnahmen an ihren Gewässern macht.

In Deutschland und den Bundesländern mit Vorkommen der Art wird diese aufgrund der verschwindenden Lebensräume in den Roten Listen als „stark gefährdet“ bzw. „vom Aussterben bedroht“ geführt. Die Helm-Azurjungfer ist europaweit eine der Libellenarten mit dem höchsten Schutzstatus. Sie wird im Anhang II der Berner Konvention als „streng geschützte Tierart“ und im Anhang II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU („es sind eigens Schutzgebiete auszuweisen“) geführt.

Lebensraum

Quellnahe und grundwasserbeeinflusste Gräben und Bachabschnitte mit geringer Fließgewschwindigkeit und hohem Sauerstoffgehalt. Im Voralpenraum auch durchsickerte Quellmooren und Sümpfen.

Lebensräume in denen die Art vorkommt

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Kenndaten

Ordnung Odonata
Familie Coenagrionidae
Art Helm-Azurjungfer
Wiss. Coenagrion mercuriale
Autor (Charpentier, 1840)
Natura 2000 1044
Rote Liste D 2
Häufigkeit sehr selten
Spannweite 3 - 4 cm

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

Info Bundesländer

Download Artenliste

Libellen in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/libellen/helm-azurjungfer/
Datum: 27.05.2017
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