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Alpines und subalpines Grasland auf basischem Gestein

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Alpines und subalpines Grasland auf basischem Gestein

Oberhalb der Baumgrenze und auf kalkhaltigem Untergrund finden sich alpine und subalpine Kalkrasen. Entsprechend ihrer Lage sind auch die Lebensbedinungen sehr extrem, mit langen Wintern und allgemien extremen klimatischen Bedingungen. Tieren und Pflanzen bleibt nur eine kurze Zeitspanne um die Entwicklung abzuschließen. Die Pflanzendecke ist dort ähnlich wie der gepflegte Rasen im Vorgarten vergleichsweise dicht und nicht sehr hochwüchsig, eine Folge der rauhen Witterung und auch Beweidung durch Wildtiere.

Je nach dominierenden Pflanzenarten und Untergrund unterscheidet man Rostseggenrasen auf tiefgründigen Böden, die Blaugrasrasen auf flachgründigen Böden und an besonders windgefegten Stellen die Nacktriedrasen. Schneetälchen auf basenreichen Grund treten meist kleinflächig in Mulden im Komplex mit anderen Typen auf und gehören mit zum Lebensraumtyp.

Bedingt durch die Höhenlage und meist lange vorhandener Schneedecke blühen diese Wiesen erst im Hochsommer. Eine Vielfalt von verschiedenen Pflanzenarten kann diesen Lebensraum dann aber sehr farbenprächtig erscheinen lassen.

Murmeltier und Gämse finden hier ihre Nahrung und Alpendohlen kommen zu Besuch vorbei.

Bildergalerie von typischen Pflanzenarten in diesem Lebensraum

HufeisenkleeBrand-KnabenkrautDuft-HändelwurzGroße HändelwurzGrüne HohlzungeRote KugelorchisRotes KohlröschenZwergorchis

Verbreitung

Verbreitung

Subalpine und alpine Kalkrasen sind in Deutschland natürlicherweise auf die nördlichen Kalkalpen (z. B. Nationalpark Berchtesgaden, Karwendelgebirge) und den Naturraum "schwäbisch-bayerische Voralpen" (z. B. Ammergebirge, Mangfallgebirge, nördliche Chiemgauer Alpen) beschränkt.

© Verbreitungskarte. Quelle: BfN/BMUB 2013: Nationaler Bericht Deutschlands nach Art. 17 FFH-Richtlinie, 2013; basierend auf Daten der Länder und des Bundes. Datengrundlage: Verbreitungsdaten der Bundesländer und des BfN. URL: www.bfn.de/0316_bericht2013.html (zuletzt aufgerufen am: 23.02.2016)


Gefährdung

Gefährdungsfaktoren für den Lebensraumtyp sind neben Schad- und Nährstoffeintrag die intensive touristische Nutzung durch z. B. Skisport, Wandern und Bergsteigen (Trittbelastung) und die Intensivierung der Hochlagenbeweidung. Zum Schutz des Lebensraumtyps sollte die touristische Nutzung der Flächen durch geeignete Managementmaßnahmen so geregelt werden, dass negative Einflüsse möglichst ausgeschlossen werden. Die Beweidung dieses hochgelegenen Grünlandes sollte nur extensiv erfolgen.

Tagfalter in diesem Lebensraum

Typische Arten

Alpen-Weißling
(Pontia callidice)

Ein Weißling der Alpen

Alpen-Wiesenvögelchen
(Coenonympha gardetta)

Das Wiesenvögelchen im Lebensraum von Murmeltier und Enzian

Alpengelbling
(Colias phicomone)

Ein auffälliger, gelblicher Tagfalter auf Almwiesen der Alpen

Alpenmatten-Perlmuttfalter
(Boloria pales)

Ein Tagfalter auf Almwiesen und Almweiden der Alpen

Apollofalter, Apollo
(Parnassius apollo)

Vielleicht der schönste Tagfalter Deutschlands

Argus-Bläuling
(Plebeius argus)

Ein kleiner Bläuling mit Dorn am Schienbein

Bergweißling
(Pieris bryoniae)

Der Weißling-Verwandte in den Alpen

Dunkler Alpenbläuling
(Plebeius glandon)

Seltener Bläuling in hohen Lagen der Bayerischen Alpen

Gelbgefleckter Mohrenfalter
(Erebia manto)

Ein kleiner Mohrenfalter der Alpen, mit markanten Flecken auf der Unterseite

Gletscherfalter
(Oeneis glacialis)

Ein Tagfalter über Schotterfluren im eisigen Hochgebirge

Graubrauner Mohrenfalter
(Erebia pandrose)

Ein hochalpiner Mohrenfalter mit auffälligem Flugverhalten

Großer Sonnenröschen-Bläuling
(Aricia artaxerxes)

Ein dunkler Bläuling mit sehr ähnlicher Schwesterart

Heller Alpenbläuling
(Plebeius orbitulus)

Ein heller Bläuling an Steilhängen der Alpen

Idas-Bläuling
(Plebeius idas)

Seltener Bläuling in Begleitung von Ameisen

Mandeläugiger Mohrenfalter
(Erebia alberganus)

Ein Mohrenfalter mit mandelförmigen Augen

Mittlerer Perlmuttfalter
(Argynnis niobe)

Seltener Perlmutterfalter dessen Raupe an Veilchen lebt

Ostalpiner Scheckenfalter
(Melitaea asteria)

Ein sehr seltener Gast aus den Ostalpen

Schweizer Schillernder Mohrenfalter
(Erebia tyndarus)

Ein bläulich schillernder Mohrenfalter auf Almwiesen der Alpen

Unpunktierter Mohrenfalter
(Erebia pharte)

Ein seltener, unscheinbarer Mohrenfalter

Veilchen-Scheckenfalter
(Euphydryas cynthia)

Ein unverwechselbarer Scheckenfalter in hohen Lagen der Alpen

Wundklee-Bläuling
(Polyommatus dorylas)

Ein seltener Bläuling auf Magerrasen, der Wundklee mag



Weitere Arten

Admiral
(Vanessa atalanta)

Einer unser schönsten großen Tagfalter

Alpen-Perlmutterfalter
(Boloria thore)

Ein dunkler Perlmutterfalter in den Bergwäldern Deutschlands

Braunkolbiger Dickkopffalter
(Thymelicus sylvestris)

Ein dickköpfiger Tagfalter mit braunen Fühlerspitzen

Distelfalter
(Vanessa cardui)

Der Wanderfalter unter Alpenüberquerer unter unseren Tagfaltern

Feuriger Perlmutterfalter
(Argynnis adippe)

Der Permutterfalter der lichten Wälder und Waldränder

Flockenblumen-Scheckenfalter
(Melitaea phoebe)

Wärmeliebender Scheckenfalter auf trockenen Wiesen in Süddeutschland

Gemeiner Bläuling
(Polyommatus icarus)

Einer der häufigsten Bläulinge in Deutschland

Goldener-Scheckenfalter
(Euphydryas aurinia)

Ein Falter auf mageren Standorten und empfindlicher Bioindikator

Großer Perlmutterfalter
(Argynnis aglaja)

Der größte Perlmutterfalter unter Deutschlands Tagfaltern

Hochalpenapollo
(Parnassius phoebus)

Ein sehr seltener Endemit der Alpen, der nur als Gast zu uns kommt

Kleiner Fuchs
(Aglais urticae)

4Ein Fuchs unter unteren heimischen Tagfaltern

Rotklee-Bläuling
(Polyommatus semiargus)

Ein häufiger Bläuling auf rotem Klee

Schlüsselblumen-Würfelfalter
(Hamearis lucina)

Kleiner Schmetterling mit auffälligem Muster

Schwalbenschwanz
(Papilio machaon)

Einer der größten und schönsten Tagfalter Deutschlands

Schwarzkolbiger Braundickkopffalter
(Thymelicus lineola)

Ein orangfarbener Dickkopffalter mit schwarzen Fühlerkolben

Weißdolch-Bläuling
(Polyommatus damon)

Ein seltener Bläuling mit auffälligem Strich auf den Hinterflügeln

Zahnflügel-Bläuling
(Polyommatus daphnis)

Ein Bläuling der Zähne zeigt


Amphibien & Reptilien in diesem Lebensraum

Orchideen in diesem Lebensraum

Typische Arten

Brand-Knabenkraut
(Neotinea ustulata)

Hübsche Orchidee mit angeschwärztem Blütenstand

Duft-Händelwurz
(Gymnadenia odoratissima)

Duftende rosa Orchidee auf Alpenmatten

Große Händelwurz
(Gymnadenia conopsea)

Eine verbreitete Orchidee mit langem Blütensporn

Grüne Hohlzunge
(Dactylorhiza viridis)

Unauffällige grünlich Orchidee in Magerrasen

Rote Kugelorchis
(Traunsteinera globosa)

Eine Orchidee mit kugeligem Blütenstand

Rotes Kohlröschen
(Gymnadenia rubra)

Das helle Kohlröschen auf kalkigem Untergrund in den Alpen

Zwergorchis
(Chamorchis alpina)

Kleine grüne Orchidee der Alpenmatten



Weitere Arten

Einknollige Honigorchis
(Herminium monorchis)

Unauffällige Orchidee mit leichtem Honigduft

Fliegen-Ragwurz
(Ophrys insectifera)

Orchidee mit kleinen Blüten in Insektenform

Gefleckte Fingerwurz
(Dactylorhiza maculata)

Eine meist hell rosafarbene Orchidee mit unklarer Verbreitung

Gewöhnliche Weißzunge
(Pseudorchis albida)

Kleine, aber kräftige Ochidee mit dreizipfliger Blütenlippe

Großes Zweiblatt
(Neottia ovata)

Grünliche Orchidee mit 2 markanten Blättern

Grünliche Waldhyazinthe
(Platanthera chlorantha)

Orchidee mit grünlich-gelben Blüten

Holunder-Fingerwurz
(Dactylorhiza sambucina)

Eine Orchidee mit roten und gelben Farbvarianten

Schwarzes Kohlröschen
(Gymnadenia nigra)

Eine kleine dunkle Orchidee in den Alpen

Stattliches Knabenkraut
(Orchis mascula)

Eine große und noch häufige Orchidee

Weiße Waldhyazinthe
(Platanthera bifolia)

Grünlich-gelbe Orchidee in mageren Wiesen und Wäldern


Säugetiere in diesem Lebensraum

Heuschrecken in diesem Lebensraum

Wanzen in diesem Lebensraum

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Kenndaten

Name Alpine und subalpine Kalkrasen
Natura 2000 6170
Häufigkeit selten

Höhenverbreitung

Info Bundesländer


Online: http://www.deutschlands-natur.de/lebensraeume/grasland/alpine-und-subalpine-kalkrasen/
Datum: 28.06.2017
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