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Ziest-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae)

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Ziest-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae)

Ziest-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae) erreichen eine Flügelspannweite von 25 bis 32 Millimetern. Ihre Flügeloberseiten haben eine grünlichbraune oder gelblichbraune, marmorierte Grundfärbung, die durch weiße Flecke unterbrochen wird. Gelegentlich ist eine leicht rötlich braune Überstäubung vorhanden. Besonders charakteristisch sind zwei weiße Fleckenbänder auf den Hinterflügeln, wobei das äußere kleiner und undeutlicher ist.

Das gelblich gefärbte Ei ist mit feinen schrägen Riefen versehen. Die Raupen sind plump und dick, nur an den vordersten beiden Segmenten verjüngt. Sie sind von hellgrauer bis graublauer Farbe und mit feinen weißen Punkten übersät, die am Rücken und an den Seiten Längsstreifen bilden. Über den Füßen befindet sich ein gelblicher Streifen. Der ganze Körper einschließlich des Kopfes ist mit langen, dünnen, weißen Haaren bestückt. Die Puppe hat eine dunkelbraune Grundfärbung und ist von blauem Reif überzogen. Kopf und Hinterteil sind kurz und hell behaart. Der Kremaster ist stumpf, kegelförmig und mit einigen kleinen Haken versehen.

Der ähnliche Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodes flocciferus) zeigt auf den Hinterflügeln weniger weiße Flecke.

Verbreitung

Verbreitung Carcharodus lavatherae

Der Ziest-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae) ist einer der seltensten Falter Deutschlands, möglicherweise ist er auch schon ausgestorben. Er war in Deutschland sehr lokal am Mittelrhein zwischen Lorch und Sankt Goarshausen, also auch nahe der Loreley zu finden, was für die zweite deutsche Namensgebung Loreley-Dickkopffalter verantwortlich war. Ziest-Dickkopffalter wurden zuletzt 2004 an der Loreley nachgewiesen (ohne Beleg) und sind entweder äußerst selten oder in Deutschland schon ausgestorben.

© Die Verbreitungskarte wurden im Rahmen des LepiDiv-Projektes erstellt und von der Gesellschaft für Schmetterlingsschutz zur Verfügung gestellt.


Ökologie

Ziest-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae) fliegen überwiegend von Mai bis Juli an warmen Plätzen. Gelegentlich saugen insbesondere die Männchen an feuchten Bodenstellen. Die Weibchen legen die Eier einzeln auf die Blätter ihrer Futterpflanzen. Die jungen Raupen bauen sich einen Unterschlupf, indem sie ein Blatt auf einer Seite umschlagen und mit ihren Spinnfäden befestigen. Sie überwintern auch in einer Behausung aus dürren, zusammengezogenen Blättern und verpuppen sich im Frühjahr. Die Raupen ernähren sich von Ziesten (Stachys), vor allem von Aufrechtem Ziest (Stachys recta), Deutschem Ziest (Stachys germanica) und Acker-Ziest (Stachys arvensis).

Gefährdung

Der Loreley-Dickkopffalter wird auf der Roten Liste gefährdeter Arten in Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht) geführt.

Lebensraum

Die Art lebt in warmen und sonnigen Gebieten, wie z. B. in Felsschluchten oder auf trockenen Grashängen mit Sträuchern.

Lebensräume in denen die Art vorkommt

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Kenndaten

Ordnung Lepidoptera
Familie Hesperiidae
Art Ziest-Dickkopffalter
Wiss. Carcharodus lavatherae
Autor (Esper, 1783)
Rote Liste D 1
Häufigkeit sehr selten
Spannweite 2.5 - 3.2 cm

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Tagfalter in Deutschland


Online: https://www.deutschlands-natur.de/tierarten/tagfalter/ziest-dickkopffalter/
Datum: 21.01.2026
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