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Salzstellen im Binnenland

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Salzstellen im Binnenland

Auch im Binnenland gibt es Lebensräume, die natürlicherweise eine erhöhte Salzkonzentration aufweisen. Befinden sich in Gebieten salzhaltige Gesteine oder Salzlagerstellen (Steinsalz), kann sich das Salz im Grundwasser lösen und z.B. in Form von Quellen an die Oberfläche gelangen. Rund um diese Gewässer oder im Überschwemmungsbereich findet man dann die "Salzwiesen im Binnenland".

Salzwiesen weisen eine charakteristische Pflanzengesellschaft auf, denn erhöhte Salzkonzentrationen werden von den meisten Pflanzenarten nicht "vertragen" und nur speziell angepasste Arten unter ihnen können auf Salzwiesen gut gedeihen. Es verwundert nicht, dass man diese Spezialisten sonst noch oft an den Meeresküsten vorfindet. Typische Arten sind beispielsweise Strand-Aster (Tripolium pannonicum), Salz-Binse (Juncus gerardii) und Salzschwaden (Puccinellia distans) bzw. weitere Arten wie Strand-Beifuß (Artemisia maritima), Strand-Milchkraut (Glaux maritima), Salz-Schuppenmiere (Spergularia marina) oder der auf dem Foto als längliche Pflanze auffallende Strand-Dreizack (Triglochin maritima). Salzwiesen im Binnenland sind oft nicht so artenreich, wie die Schwestern an den Küsten und als Hauptgrasarten können schon mal Wiesen-Schwingel (Festuca pratensis) oder Weißes Straußgras (Agrostis stolonifera) auftreten.

Typische Tierarten der Binnen-Salzwiesen gibt es in dem Sinne nicht. Es sind Arten der extensiven Wiesen bzw. solche, welche mit den speziellen Bedingungen oder Pflanzenarten assoziiert sind. Also beispielsweise salzliebende Laufkäfer, welche dann aber auch an den Küsten vorkommen.

Verbreitung

Verbreitung

In Deutschland sind Binnensalzstellen zerstreut und oft kleinflächig vorhanden. Ein gewisser Schwerpunkt liegt in Mittel- bzw. Norddeutschland. Bekannt sind gut ausgeprägte Salzstellen in Thüringen (Kyffhäuser) und Sachsen-Anhalt.

© Verbreitungskarte. Quelle: BfN/BMUB 2013: Nationaler Bericht Deutschlands nach Art. 17 FFH-Richtlinie, 2013; basierend auf Daten der Länder und des Bundes. Datengrundlage: Verbreitungsdaten der Bundesländer und des BfN. URL: www.bfn.de (zuletzt aufgerufen am: 23.02.2016)


Gefährdung

Salzwiesen im Binnenland sind generell keine häufigen Lebensräume.

Zunächst treten sie nur dort auf, wo Salz im Untergrund lagert und durch Lösung an die Oberfläche gelangen kann.

Dann wurden z.B. salzhaltige Quellen schon früh vom Menschen genutzt. Man denke an die bekannten "Solequellen", bzw. Ortschaften wie (Bad) Salzungen, deren Saline schon im 14 Jahrhundert genutzt wurde. Die Solequelle prägt schon seit frühgeschichtlicher Zeit bis zum heutigen Zeitpunkt die Geschichte der Stadt.

Es ist verständlich, dass man daher gerade unberührte, naturbelassene Salzstellen kaum noch findet und diese einen besonderen Schutz genießen sollten. Quellfassungen, wie sie in den Kurbädern vielfach geschehen sind, sollten nicht mehr vorgenommen werden. Auch alle sonstigen Maßnahmen (z.B. Trockenlegung/Drainage, Wasserentnahme), welche geeignet sind in den Wasserhaushalt einzugreifen.

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Kenndaten

Name Salzwiesen im Binnenland
Natura 2000 1340*
Häufigkeit selten

Höhenverbreitung


Online: https://www.deutschlands-natur.de/lebensraeume/kuesten-salzvegetation/salzwiesen-im-binnenland/
Datum: 23.01.2020
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