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Freier Wasserkörper der Nord- und Ostsee (incl. Meereis)

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Freier Wasserkörper der Nord- und Ostsee (incl. Meereis)

Der freie Wasserkörper, auch Pelagial genannt, von Nord- und Ostsee ist selbstverständlich auch ein Biotoptyp, der für Organismen wichtig ist. Man unterschiedet je nach Tiefe verschiedene Zonen, wobei Nord- und Ostsee nur Epipelagial (0-200m) und Mesopelagial (200-1000m) abdecken. Die deutschen Hoheitsgewässer von Nord- und Ostsee haben überwiegend geringere Tiefen, meist deutlich unter 100m.

Im Wasserkörper lebt am unteren Spektrum der Nahrungskette das Plankton, also frei schwebende Mikroorganismen, die nicht oder kaum gegen die Wasserströmungen anschwimmen können. Es handelt sich um Pflanzen (Phytoplankton) und Tiere (Zooplankton). Typisch sind verschiedene Algenarten, die vielgestaltig mit mehreren hundert Arten vertreten sind. Diese Algen betreiben oft Photosynthese; was viele nicht wissen, der überwiegende Anteil von Sauerstoff auf der Erde wird nicht von Bäumen oder sonstigen Landpflanzen erzeugt, sondern vom Plankton! Unter den Tieren gibt es welche, die permanent im Plankton leben (z.B. kleine Krebsarten, einige Quallen) oder aber nur einen bestimmte Lebensphase (z.B. Muschellarven, Fischlarven).

Fische selbst zählt man nicht zum Plankton, da diese aktiv und kontrolliert bestimmen können wohin sie schwimmen. Auch sie sind wichtige Organsimen im freien Wasserkörper. Am Ende des Nahrungsspektrums finden sich Wale und Delphine, welche mit mehreren Arten in der Nordsee vorkommen.

Süßwasserfische in diesem Lebensraum

Säugetiere in diesem Lebensraum

Referenzlisten:

Natura2000: Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen

EUNIS 2021/22: European Nature Information System (EUNIS; deutsch Europäisches Naturinformationssystem). EUNIS marine habitat classification (Updated version March 2022), EUNIS terrestrial classification (Updated 2021)

EuroVegChecklist: Bergmeier E. (2020) & Mucina et al. (2016)

Bergmeier E. (2020): Die Vegetation Deutschlands – eine vergleichende Übersicht der Klassen, Ordnungen und Verbände auf Grundlage der EuroVegChecklist. Tuexenia 40: 19–32.

Mucina L., H. Bültmann, K. Dierßen, J.-P. Theurillat, T. Raus, A. C arni, K. Š umberová, W. Willner, J. Dengler, R. Gavilán García, M. Chytrý, M. Hájek, R. Di Pietro, D. Iakushenko, J. Pallas, F.J.A. Daniëls, E. Bergmeier, A. Santos Guerra, N. Ermakov, M. Valachovic , J.H.J. Schaminée, T. Lysenko, Y.P. Didukh, S. Pignatti, J.S. Rodwell, J. Capelo, H.E. Weber, A. Solomeshch, P. Dimopoulos, C. Aguiar, S.M. Hennekens & L. Tichý (2016): Vegetation of Europe: hierarchical floristic classification system of vascular plant, bryophyte, lichen, and algal communities. Applied Vegetation Science, Vol. 19, Supplement 1: 1-264.

Ellenberg, H. & Leuschner, C. (2010): Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen, 6. Aufl., Stuttgart: 1357 S.

Delarze R., Gonseth Y., Eggenberg S., Vust M. (2015): Lebensräume der Schweiz. Ökologie - Gefährdung - Kennarten. 3. Auflage 2015. 456 Seiten.

Finck, P., Heinze, S., Raths, U., Riecken, U., Ssymank, A. (2017): Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands – dritte fortgeschriebene Fassung 2017. Naturschutz und Biologische Vielfalt 156, 460 S.

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Referenzlisten

Bezüge zu anderen Listen:
Ellenberg & Leuschner (2010)
Finck et al. (2017) 01.01, 01.02, 04.01, 04.02, 03.06.
EUNIS 2021/22 MH, MJ
EuroVeg-Checklist
Delarze et al. (2015)
Natura 2000 1130

Online: https://www.deutschlands-natur.de/lebensraeume/kuesten-salzvegetation/freier-wasserkoerper-der-nord-und-ostsee-meereis/
Datum: 20.04.2024
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